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Von Paleo zu herkömmlich und dann zu Keto

 

Ich ernährte mich jahrelang im Paleo-Stil: keine stärkehaltigen Speisen, kein Zucker, viel Fleisch und Fisch.

Das Problem, das sich bei mir einstellte: Ich aß viel zu viel Fleisch. Im Schnitt kam ich auf mindestens 250 Gramm am Tag. Das brachte mich an meine Grenzen: Ich konnte irgendwann einfach kein Fleisch mehr sehen.

 

Also schwenkte ich um, zurück zur  Mischkost. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Mischkost ist schlicht und einfach nicht sonderlich gesund, eben weil sich sehr viele Kohlehydrate in die Ernährung einschleichen: Brötchen. Brezen. Paniertes. Kartoffeln. Süßes Obst. Erdgemüse. Alles das ist kohlehydratdicht und hat meistens einen relativ hohen glykemischen Index, und der wiederum läßt den Blutzuckerspiegel  ansteigen, und das wiederum bringt unseren Verdauungsapparat dazu, Glukose zu verbrennen anstatt Fett (Ketose).

 

Genauer:

 

Nach einer extrem komplizierten, oftmals von tiefer Hoffnungslosigkeit begleiteten, Zwillingsschwangerschaft meiner Frau (die Zwerge sind jetzt, trotz aller Prognosen der Ärzte, wohlauf und gesund) kam ein höchst stressgeladenes Jahr hinzu, in dem so ziemlich alles den Bach runter ging, was überhaupt vorstellbar war. 

 

Meine Meditation stieß an ihre Grenzen — und meine Gesundheit auch. Wohlgemerkt, ich hatte zu dieser Zeit wieder auf „Mischkost“ umgestellt. Und wenn der Stress besonders hoch war, besonders gemein und durchdringend, kam das Sodbrennen mit aller Macht. Mit ALLER Macht. Es war so schmerzhaft, daß ich mich teilweise nicht mehr bewegen wollte.

 

Gestern kam ich vom Krankenhaus zurück. Am Samstag hatte ich mich selbst eingeliefert, weil ich pechschwarzen Stuhl hatte. Die Diagnose der Ärzte: Refluxösophagie, eine Krankheit, die Teile des Magensafts und des Nahrungsbreis im Magen in die Speiseröhre zurückschwappen läßt. Verbunden mit einer stellenweise ganz massiven Entzündung/Verätzung der Speiseröhre, hatte mir die Kombination aus nicht bewältigtem Stress und falscher Ernährung ein echtes gesundheitliches Problem eingebrockt.

 

Jetzt, knappe drei Monate später: Ich habe kein Sodbrennen mehr, es ist wie weggeblasen. Durch die Umstellung Ketogene Ernährung verlor ich 12 Kilo, davon größtenteils Fett (ich wog knapp 100 Kilo). Ich kann wieder ohne Probleme Handstand machen, oder Kopfstand im Yoga. Meine körperliche Kraft und Ausdauer im Vergleich zu vorher und im Verhältnis zu meinem Gewicht ist deutlich größer geworden. Meine Pulsrate ist deutlich gesunken, sowohl im Ruhezustand, als auch bei Anstrengung.

 

Ketogene Ernährung ist tatsächlich ein kleines Wunder.

 

Paßt gut auf euch auf!
Norbert

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